Von breitem Konsens getragen

Die Suche nach dem Nachfolger dauerte nur zwei Tage.  Dann stand fest:  Joachim Gauck wird von einer sehr breiten Mehrheit der Demokraten als Kandidat für das höchste Amt in unserem Staat getragen. Damit hatte die Bundeskanzlerin ihre Vorgaben erfüllt. Der designierte Nachfolger  für Christian Wulff wurde schnell, ohne eine quälend lange Kandidatenkür und Parteienstreit gefunden. Und – er kann sich, wenn er gewählt ist, auf einen breiten Konsens der Parteien stützen.  Das ist ein gutes Startkapital für den neuen Bundespräsidenten.  Es eröffnet die Perspektive, dass die Würde des Amtes, die in den vergangenen neun Wochen einige Schrammen abbekommen hat, rasch wiederhergestellt wird.

Dass Joachim Gauck ein geeigneter Mann für diese Aufgabe ist und schon für seine bisherige politische Leistung großen Respekt verdient, hat nie jemand in Zweifel gezogen.  Als Mann des Wortes, der immer kämpferisch für Freiheit und bürgerliche Werte eintritt,  darf man auf wichtige Impulse für unser demokratisches Gemeinwesen hoffen.  Das große Vertrauen der Demokraten in Gauck, wie es sich gestern Abend in Berlin manifestierte,  ist ein großer Gewinn für alle. Er darf nicht durch parteitaktisches Nachkarten auf´s Spiel gesetzt werden.